1. Infoabend 2013 KKV – Thema: “Im Alter – sicherer zu Hause wohnen und leben”

Gestartet hat der KKV seine Informationsabende 2013 innerhalb der Themenreihe „Im Alter – sicherer zu Hause leben und wohnen“ am Donnerstag, den 21. März 2013 in den ehemaligen Räumen der Gaststätte im Bürgerhaus Kostheim. Polizeihauptkommissar Helmut Koch, von der Polizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Westhessen, sowie der ehrenamtlich tätige Seniorensicherheitsberater, Herr Munzig, ein pensionierter Polizeibeamter, referierten zum Thema: „Sicherheit – Schutz der eigenen Wohnung“ und „Abwehr gegen Betrüger“ Der 1. Vorsitzende, Eberhard Faßbender, konnte leider nur eine kleine Schaar von Interessierten begrüßen, die sich zu diesem sehr aktuellen Thema weitere Informationen einzuholen wollten.

Der Großteil der älteren Menschen kennt Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und das man sogenannten Amtspersonen mit Vertrauen und Respekt begegnen soll. Es wurde klar zum Ausdruck gebracht, wie vorsichtig gerade ältere Menschen sein müssen. Denn sie sind die  Zielgruppe, die aktiv von kriminellen und organisierten Gruppen angegangen wird. Das eigene Zuhause ist oft der Tatort!  Äußerste Zurückhaltung, Skepsis und ein wenig Misstrauen gegenüber Unbekannten ist immer angebracht. So zum Beispiel beim „Zetteltrick“  oder wenn jemand an der Eingangstür um ein „Glas Wasser“ bittet, da er gerade eine Tablette nehmen muss. Ablenkung und Täuschung spielen hierbei eine große Rolle. Das Glas Wasser ist sicherlich kein Problem. Allerdings heißt das, erst wieder die Wohnungstür zumachen, das Glas Wasser oder auch einen Zettel zum Aufschreiben  holen, und damit wieder zurück an die Tür. Grundsätzlich sollte jeder – und gerade ältere Menschen den Grundsatz beherzigen: „in meine Wohnung kommt kein Fremder! Und was immer wichtig ist: nie sein eigenen Leben gefährden!

Und der sogenannte „Enkeltrick“ ist eine besonders hinterhältige Form des Betruges. „Rate mal, wer hier spricht“ muss jeden, der am Telefon mit dieser Frage angerufen wird,  hellhörig werden lassen. Genaues Zuhören am Telefon, keine eigenen Angaben zu Verwanden machen, sollten beherzigt werden. Auch ein mehrmaliges Nachfragen, wer denn genau am anderen Ende der Telefonleitung ist, bedeutet ein wenig eigene Sicherheit und bringt den Anrufer in Verlegenheit. Rückrufe oder telefonische Nachfragen bei dem Verwandten tragen auch immer zur Klärung des Sachverhaltes bei. Sich nie von Anrufern zeitlich drängen lassen! Alles hat immer Zeit! Denn finanzielle Engpässe oder eine Notlage sind nur vorgetäuscht. Und – wenn mal was passiert sein sollte, dann keine falsche Scheu oder Scham zeigen – immer zur Polizei gehen oder die Notrufnummer 110 anrufen.

Auch der Bereich der Einbruchshemmung wurde sehr detailliert angesprochen und schaubildlich dargestellt. Es sollte den Eindringlingen so schwer als möglich gemacht werden, dass diesen eigentlich die Lust beim Einbruch vergeht. Die bei Senioren oftmals falsche Vorstellung, „bei mir ist sowieso nichts zu holen“ stellt ein Irrtum dar. Auch sollte man nicht in althergebrachter Gewohnheit sein Geld oder seinen Schmuck in der Küche oder im Bad auf einer Ablage hinterlegen. Einbrecher bewegen sich in Räumen, sie müssen in der Regel die Beute relativ in wenigen Minuten erlangen können. Geld sollte im Hause immer nur so viel vorhanden sein, wie man in den kommenden Tagen benötigt. Und für Wertgegenstände, so auch eigener Schmuck, der nicht oft getragen wird – hier bieten z.B. die Banken Schließfächer an. Erstaunen löste der Hinweis bei den Besuchern aus, dass Einbrecher Leitern, oder „schweres Gartengerät“ wie Spaten oder Pickel gerne als willkommenes Einbruchswerkzeug ansehen. Solche Gerätschaften gehören in den Keller und nicht im offenen Teil des Gartens oder im Gartenhaus, so Koch! Und Leitern sollten immer mit einer Kette mit Vorhängeschloss gesichert sein. Wie die Statistik zeigt, erfolgen ca. 70% der Einbrüche durch Aufhebeln der Fenster- bzw. Terrassenflügel aus dem Rahmen. Deshalb sollte zu Sicherungsmaßnahmen der Eingangstüren und der Balkontüren oder Fenster immer ein Fachkundiger der Beratungsstelle der Polizei zu Rate gezogen werden. Diese Beratungen sind immer dem Schutz der Wohnung gezollt – nicht der Vermittlung eines Handwerkers. Die Telefonnummern der Beratungsstellen der Polizei lauten:

Wiesbaden und  AKK: 0611 – 345-1610, -1611 oder -1612

Darmstadt – für Ginsheim-Gustavsburg: 06151 – 969 – 4030

Weitergehende Informationsschriften zu dem Gesamtthema stellt der KKV in den kommenden Tagen auf seiner Internetseite www.kkv-pflege.de  ein.

Weitere Termine zur KKV-Themenreihe 2013 sind geplant:

– für Donnerstag, den 20.06. Thema: „Barrierefreier Umbau der eigenen Wohnräume“;

– für Donnerstag, den 26.09. Thema: „Nutzbare Hilfsdienste wie Hausnotrufe, Essen auf Rädern, Unterstützungshilfen im Haushalt“;

– für Donnerstag, den 21.11. Thema: „Wohnen im Alter – Neue Lebensformen“.

 

Allgemeiner Hinweis: die Veranstaltungsorte und Zeiten zu den Folgeterminen werden jeweils zeitnah in der Presse und auf der Internetseite des KKV bekanntgegeben. Grundsätzlich sind alle Informationsveranstaltungen des KKV offen für alle Interessierten.