Pressemeldung_Neujahrsempfang_2013

Der 1. Vorsitzende des Kasteler Krankenhaus-Verein (KKV), Eberhard Faßbender, ist bekannt, den mittlerweile traditionellen Neujahrsempfang zu nutzen, um hier einerseits emotional aber dennoch sensibel Themen aus dem sozialen Umfeld anzusprechen. Andererseits ließ er aber auch das Jahr 2012 Revue  passieren. So begrüßte Faßbender, stellvertretend für den Gesamtvorstand, wieder weit über 80 Gäste, Mitglieder und Beschäftigte am Donnerstag, den 17. Januar 2013, in den Räumlichkeiten des KKV.

Unter den zahlreichen Gästen begrüßte Faßbender insbesondere die Ortsvorsteherinnen von Amöneburg, Maike Soultana, aus Kastel, Christa Gabriel sowie den Ortsvorsteher von Kostheim, Stefan Lauer. Erstmals konnte Faßbender auch die Weinmajestäten aus Kostheim, Weinkönigin Stephanie Kopietz und Weinprinzessin Stephanie Gönder begrüßen. Die Leiterin der Ortsverwaltung AKK, Frau Petra Seib, ein immer gern gesehener Gast beim KKV, war ebenfalls am alljährlichen Neujahrsempfang anwesend und zeigte damit auch die Verbundenheit der Ortsverwaltung zu den sozialen Diensten des KKV. Viele Vertreter der politischen Parteien, auch aus den Ortsbeiräten aus AKK, waren ebenfalls gekommen, was als positives Zeichen ihres Interesses an der sozialen Arbeit des KKV empfunden wurde. Stellvertretend für die Vereinsringe Kastel und Kostheim waren Josef Rosendorn sowie Annegret Kracht gekommen. Faßbender bemängelte, dass sich die Kirchengemeinden aus AKK leider immer noch schwer damit tun, eine Verbundenheit zum KKV zu zeigen und am Neujahrsempfang teilnehmen.

Faßbender nahm die Anwesenden mit auf eine Rückschau, was im Jahr 2012 wichtige Punkte für ihn waren und begann seine Ansprache mit einem sozialen Thema. So sei es für ihn unverständlich, dass Menschen in Europa erfrieren müssen, weil ihnen die notwendige, wärmende Winterbekleidung fehlt, weil sie keine Heizung, keinen Heizofen haben, um Wärme in ihre Räumlichkeiten zu bringen. Er brachte gleichzeitig aber auch Verständnis dafür auf, dass es Menschen gibt, die freiwillig auf der Straße leben wollen. Und hier zollte er seinen Respekt, seine Hochachtung den Menschen, die ehrenamtlich nachts unterwegs sind, um diesen Menschen warmes Essen oder auch Decken zum Schlafen zur Verfügung zu stellen.

Weitere Themen waren ein erneuter, sofortiger Rücktritt eines Bundespräsidenten. Und die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU sei aus seiner Sicht verdient. Denn immerhin gäbe es seit Ende des 2. Weltkrieges in Europa keinen Krieg mehr. Und er fragte, ob wir Frieden in Freiheit eigentlich noch schätzen, ihn begreifen können?

Auch das Thema „Ladenschluss bei Schlecker“ war ein Punkt, der von ihm angesprochen werden musste. Dass 25.000 Menschen ihren Job, ihr Arbeitsplätze verloren haben, für Faßbender eine Unverantwortlichkeit der Unternehmerfamilie. Denn Unternehmer sein bedeute für ihn auch soziale Verantwortung zu übernehmen – und dies ohne Wenn und Aber!

Das Thema Demenz hatte den KKV über das gesamt Jahr 2012 begleitet. In einzelnen Vorträgen und Gesprächen, aber auch in der abschließenden Buchlesung wurde dieses doch sehr sensible Thema interessierten Menschen zugänglich gemacht. Auch für das Jahr 2013 ist eine neue Themenreihe geplant; sie steht unter dem Thema „Leben und Wohnen im Alter“. Sie soll dazu beitragen, dass viele Menschen gerade im Alter auch weiterhin in ihren Wohnungen bleiben können, nicht unbedingt in eine stationäre Einrichtung müßten. Die Themenreihe soll einerseits eine gewisse Sensibilität dazu beitragen, was die eigene Sicherheit angeht. Andererseits sollen aber auch Informationen erfolgen, wie man sich bei der Erledigung von Hausarbeiten fachliche und sachliche Unterstützung holen kann. Und gerade diese bietet der KKV mit seinen Alltagshilfen ja an.

Seinen Dank für das Engagement und die Leistungsbereitschaft an alle Beschäftigten aus den Bereichen der ambulanten Pflege, den häuslichen Alltagshilfen sowie der Betreuung der alten- und behindertenfreundlichen Wohnungen des KKV stellte Faßbender ausdrücklich heraus.

Faßbender warb unermüdlich wieder darum, dass sich doch mehr Menschen zu einer Mitgliedschaft im KKV entscheiden würden. Er forderte die Anwesenden auf, jeweils ein neues Mitglied für den KKV zu werben. Eine Mitgliedschaft in einer sozialen Einrichtung zeichnet sich nach seiner Meinung nicht dadurch aus, was für Vorteile das Mitglied für sich selbst erwerben kann. Eine soziale Mitverantwortung, eine Verbundenheit zur Betreuung von alten und sonstigen hilfebedürftigen Menschen sollte einer Mitgliedschaft zugrunde liegen. Erfreulicherweise konnte er selbst im abgelaufenen Kalenderjahr 10 neue Mitglieder werben. Wichtige Informationen zu allen Leistungen aber auch zur Mitgliedschaft des KKV sind eingestellt auf der neunen Internetseite unter  www.kkv-pflege.de

Spenden, die den KKV erreichen, ganz egal in welcher Höhe, werden – soweit sie nicht sachgebunden sind – entsprechend den Satzungszielen gemeinnützig verwendet. Und gerade hier zeigt sich, so Faßbender, dass auch die Pflegekräfte und die Beschäftigten aus den Alltagshilfen Zuwendungen hieraus erhalten. Wozu ebenfalls Spendengelder verwendet würden sei, dass der KKV auf das Wort der Landeshauptstadt Wiesbaden hin, seit Mitte 2011 eine Vollzeitstelle vorhält, vorfinanziert um in AKK, im Bereich der häuslichen Alltagshilfen, behinderten Menschen zusätzliche Hilfsangebote machen zu können. Die dazu notwendigen finanziellen Zuschüsse von Wiesbaden seien bisher leider immer noch nicht schriftlich genehmigt worden, noch seien Gelder geflossen. Auch für solche „Vertrauensvorschuss Angelegenheiten“ würden Spendengelder eingesetzt. Auch anlässlich des Neujahrsempfangs wurden zwei größere Spendenbeträge übergeben, wofür sich der KKV herzlich bedankte.

Faßbender wünschte am Ende seiner Ansprache – wie in all den vergangenen Jahren – allen Gästen „Prosit Neujahr – alles Gute“.

Im Anschluss an die Neujahrsrede richteten die Ortsvorsteher/innen von AKK sowie stellvertretend für alle Vereine aus Kastel und Kostheim Josef Rosendorn Grußworte an die anwesenden Gäste. Mit einem gemütlichen Beisammensein mit vielen interessanten Gesprächen, klang der Neujahrsempfang 2013 im KKV aus.