Neujahrsempfang 2016 des Kasteler Krankenhaus-Verein

Wieder waren viele der Einladung des Kasteler Krankenhaus-Verein zum traditionellen Neujahrsempfang, am Donnerstag, den 14. Januar 2016. in die Kloberstraße 2 in Mz.-Kastel gefolgt. Der erste Vorsitzende, Eberhard Faßbender, begrüßte im Namen des Vorstandes viele Mitglieder, Kunden, Angehörige von Patienten, Gäste aus Politik, Geschäftswelt und Kooperationspartnern, sowie die Beschäftigten. Die Polizei, die Freiwillige Feuerwehr, die Kostheimer Weinkönigin mit ihrer Prinzessin sowie viele Vereinsvertreter zeigten ebenfalls ihre Verbundenheit mit der „Sozialstation Vorort“ – dem KKV.

Wie schon üblich, ging Faßbender in seiner Ansprache auch kurz auf das Flüchtlingsproblem in Deutschland und in der EU ein. Dies sei nur gemeinsam und innerhalb der EU, insbesondere aber mit und durch alle Mitgliedsstaaten zu lösen. Faßbender sagte, dass das „ankommen und angenommen sein“, als Ermutigung für das nun begonnen Neue Jahr 2016 angesehen werden sollte. Denn – wir alle kommen irgendwo oder bei irgendwem in unserem Leben an. Und wir alle haben in unserem Inneren – Hoffnung, Sehnsüchte, ja – die Zuversicht, ankommen zu dürfen – angekommen zu sein und dabei aber auch angenommen zu werden. Europa nur wegen der offenen Grenzen – der einheitlichen Währung – des wirtschaftlichen Erfolges –  wäre ihm zu wenig. Ein Europa, das nur für sich Vorteile erhofft – sie sich verschafft, sei kein Europa. Aber – das Ankommen, das Angenommen sein habe auch eine andere Seite. Wer warum auch immer, in ein fremdes Land komme, in eine andere Kulturwelt möchte, dann muss der sich dort anpassen. Er muss die Wertigkeiten dieser Kultur erlernen, sie annehmen, sie leben. Er darf als Minderheit nicht seinen Gastgeber auffordern, in seinem Land alles zu seinen Gunsten zu ändern. Er habe sicherlich gleiches Recht – aber auch gleiche Pflichten wie die Einheimischen vor Ort. Aber – er muss auch erkennen, akzeptieren, dass es Menschen gibt, die vor einer Überfremdung Ängste haben. Dass sie es nicht mehr schaffen zu können, Unterkunft – neue Heimat zu schenken, wenn dies vor Ort weder finanziell noch materiell möglich ist. Eine verzwickte Situation, der wir uns alle stellen müssen, bevor vielleicht Menschen des halben afrikanischen Kontinents sprichwörtlich ihre Füße in die Hände nehmen und zu uns wollen. Wir sollten daran arbeiten, unsere ganze Kraft dafür einbringen, in kleinsten Schritten Lösungen hierfür zu suchen und zu finden.

Faßbender wies darauf hin, dass der KKV im Sommer dieses Jahres seine „KKV-Begegnungsstätte“ im Herzen von Kastel, in der Mainzer Straße eröffnen wird. Es soll ein werktäglicher zentraler Treffpunkt geschaffen werden, für Menschen, die alt oder alleine sind. Menschen, die das Recht haben, und die es auch wollen und sollen, weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung, in ihrem Zuhause leben und wohnen zu dürfen. In der KKV-Begegnungsstätte sollen sie tagsüber Gleichgesinnte treffen, um nicht ihren Alltag zuhause, vor den Fernseher zu verbringen. Sie sollen gemeinsam und sinnvoll die Tage ihres Lebensabends verbringen.

Auch suche der KKV dringend ein Grundstück – eine Immobilie zum Bau – zur Einrichtung – eines „KKV-Tages- und Gesundheitszentrums“. In diesem soll alten und kranken Menschen die Möglichkeit eröffnet werden, tagsüber eine Anlaufstelle für sich vorzufinden.

Faßbender dankte wieder allen Beschäftigten. Deren Einsatz in der häuslichen Pflege und den Alltagshilfen bei alten und kranken Menschen sei von immenser Bedeutung. Sein Dank galt auch allen Ärzten in und um AKK, sowie den Sozialdiensten der umliegenden Krankenhäuser, die ihre Patienten der fachlichen und fürsorglichen Betreuung des KKV empfehlen. Auch der Beratungsstelle für selbständiges Leben im Alter der LH Wiesbaden dankte Faßbender für ihre fachliche Unterstützung und Beratungsleistungen. Die Zahlen selbst zeigen, dass bei einer Versorgung durch den KKV von derzeit 170 Patienten in allen drei Pflegestufen, aber auch den weiteren 150 Einsatzstellen im Bereich der Alltagshilfen, die Hilfsangebote ankommen und angenommen werden. Und durch das neue Pflegestärkungsgesetz stehen vielen älteren Menschen nunmehr finanzielle Möglichkeiten zu, die es ermöglichen, gerade im Alter oder bei Krankheit in ihrem gewohnten zuhause weiterhin leben zu können. Die Scheu hier verlieren und diese Hilfsleistungen in Anspruch zu nehmen, dazu will der KKV in den nächsten Monaten aktiv werben.

171 Mitglieder stützen derzeit den Verein „Bei uns kann wirklich jeder mitmachen, sich einbringen“, so Faßbender in seiner Ansprache. Auch wieder sein unermüdlicher Aufruf  an die Gäste, die noch kein Mitglied im KKV sind: geben Sie sich einen kleinen inneren Ruck – werden Sie Mitglied im KKV.  Es muss stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken, „wir sind füreinander da“, – wir – die gesund – fit und noch jung sind – für all die, die alt und/oder krank sind  oder sonstige Hilfen bedürfen. Denn als Gemeinschaft, als soziale Einrichtung in AKK will und soll der KKV ein Spiegelbild der hier lebenden Menschen sein.

Faßbender wünschte allen Gästen, ein glückliches, ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 20 16.

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AKK-Beauftragter der LH Mainz, Host Maus, überbringt die Neujahrswünsche des OB Ebling verbunden mit einer Spende